Jukss08:Klozeitung

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[Bearbeiten] Silvesterparty vorm Knast!

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Sollen es wirklich Mauern sein die uns trennen?

Knäste sind eins der höchsten Mittel von Staat und Kapital um diejenigen abzuschrecken, die sich dem Normierungszwang verweigern. Sie dienen alleine der Aufrechterhaltung des staatlichen Gewaltmonopols. Denn: Strafe macht erst kriminell. Nach aktueller Gewaltforschung entsteht Brutalität durch autoritäre Systeme, wie es der Knast einer ist. Einen gewalttätig gewordenen Menschen an den gewalttätigsten Ort – die Dusche in einem Knast – zu stecken, aus seinem sozialen Umfeld zu isolieren und ihm in seinem polizeilichen Führungszeugnis die Zukunft zu verbauen, sind gewaltverstärkende Maßnahmen. Statt Lösungen für Konflikte in einer Gemeinschaft zu suchen werden unliebsame Menschen hinter Gittern versteckt – von Problembewältigung keine Spur. Und: die wenigsten aller Gefangenen sind wegen Grenzverletzungen anderer eingesperrt: Um die 75% der Strafgesetzte schützen nur Staat und Kapital.

Meist erfahren jedoch nur wenige Gefangene Solidaritätsbekundungen von „draussen“. Es wird allzu oft eine Trennungslinie zwischen „politischen“ und „richtigen“ Gefangenen gezogen, die physische und psychische Unterdrückung jedoch trifft jede/n gleichermaßen. Solidarisieren wir uns also mit den Menschen hinter den Mauern und machen klar, dass die Freiheit aller kostbar und erkämpfenswert ist.

Deshalb findet unsere Silvesterparty dieses Jahr vor den Mauern des frankfurter Knasts statt! Komm und feiere mit uns und den Inhaftierten bunt und laut gegen den (und jeden) Staat und dessen Gewalt. Feuerwerkskörper sind besonders erwünscht – so wie alles, was Krach macht!

Treffpunkt ist 22:45 am Hügel (Hügelstraße/Jean-Monet-Str.)

Kein Knast steht ewig! Solidarität mit ALLEN Inhaftierten!

Denn: Jeder Gefangener ist ein politischer Gefangener!

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