Herrschaftsfreie bzw. -arme Entscheidungsfindung ist auf dem Jukss ein wichtiges Thema. Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Ansätze umgesetzt, weiterentwickelt oder wieder verworfen. Das Ganze ist ein lebendiger Prozess, der keinen Stillstand kennt.
Zur Zeit gibt es kein etabliertes Plenum, welches Entscheidungen trifft. Vereinbarungen werden überwiegend direkt zwischen Betroffenen ausgehandelt, viele Entscheidungen werden individuell getroffen, und viel wird über Zettel, die irgendwo hängen, vermittelt. Als nachfolgendes Modell zur gemeinsamen Problemlösung wurde das Interessentreffen entwickelt, welches ähnlich wie ein Plenum funktioniert, aber nur ein bestimmtes Thema behandelt und zu dem nur diejenigen kommen, die das Thema interessiert. In der Vergangenheit wurde das Plenum weiterentwickelt zur Blüte, einer Mischung aus Kleingruppen und der Fishbowle. Über das Infoplenum wurde auf vergangenen Jukssen versucht, der dominanten Zettelwirtschaft etwas entgegenzusetzen.
Die verschiedenen Modelle haben alle ihre Stärken und Schwächen, ihre Vor- und Nachteile. Welche Modelle letztendlich angewendet werden, hängt damit zusammen, ob sie von den Beteiligten umgesetzt werden und wie stark sie von den Kongressteilnehmern akzeptiert und angenommen werden.