diese Seite kann zur Nachbereitung und Dokumentation des Jukss 2007 in Berlin-Weißensee / Kubiz genutzt werden
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als Input einige Aussagen einer einzelnen Person
Es gab in der Kuh und im KuBiZ durchaus die Frage ob die Geschehnisse und Vorfälle im Zusammenhang mit der Polizei einfach unbeantwortet bleiben sollen. Aus dem KuBiZ-Umfeld wird es definitiv nochmal ne Antwort geben, die die Schnüfflerei und Eskalationstrategie der politischen Polizei nochmal angreifen soll. Was wird von anderen TeilnehemerInnen des Jukss dazu geschehen? Wie sind da so die Wahrnehmungen?
Im KuBiZ gabs mehrfach die Einschätzung das es eigentlich ganz schön dröge ist das da keine wahrnehmbare Initiative gibt den Mietpreis nochmal zu politisieren. Es wird als strategisch "falsch" wahrgenommen. Es gibt mehrere Gründe das zu politisieren, folgende mal genannt:
Kohle zu verlangen ist fragwürdig und sollte nicht weil der Jukss vorbei ist einfach akzeptiert werden
sonderlich gut in Schuß ist, es gab Schäden die während des Jukss durch den Mieter zu beseitigen waren, es versagten zum teil Klos und ein Wasserhahn hätte irgendwann durch die normale Nutzung zu Haveriefällen führen können
Preisdiskussion durchaus eine Rolle spielt
Aus der Perspektive kann das geschehene in puncto Jukss zu einer Praxis führen die weiteren potentiellen Veranstaltern, seien sie noch so gemeinnützig auf den Fuss fällt, eine zukünftige Mietung könnte zu ähnlichen Preisen führen, allein hierfür lohnt sich die Mobilisierung gegen diesen Zustand.
Dies ist aus meiner Sicht nochmal ein extra-Punkt, zu dem ich auch
überlege nochmal etwas gesondert zu schreiben, ich habe viel an laissez
faire/Beliebigkeit wahrgenommen, das Konzept des Jukss hat nicht
ansatzweise funktioniert. Es war ein Konzept das meiner Wahrnehmung nach
stark auf Intervention gesetzt hat, doch Intervention ist ausgeblieben
oder erst in sehr krassen Situationen auch wirklich wahrgenommen worden.
Es wurde halt nur darüber geredet und wenig praktiziert, obwohl die
Methoden partiell eigentlich erlernt wurden.
Hier die Frage: Warum ist der Sprung in die Praxis offensichtlich so schwer?
Es ab an einigen Stellen Verkehrung der "Zuständigkeitsverhältnisse",
nicht die durch asoziales Verhalten auftretenden Menschen waren meist für
den Mist den sie produziert haben verantwortlich, sondern diejenigen die
durch den Mist betroffen waren.
Beispiele:
Es gab einigen Unmut in der Kuh über die Nutzung und Hinterlassung der
Räume, so ist der Umsonstladen wohl irgendwie als Drecksammelstelle
genutzt worden, es stehen noch Putzutensilien in den Fluren, die
Gefriertruhen der Küche waren ausgeschaltet womit der Vorrat der Kuh
futsch ist, die Containerecke wurde nicht aufgelöst.
Auch inhaltliche Kritik aus Kuh-Perspektive findet einfach keine Abnehmer:
In Puncto Drogenumgang, werden sich dann durchaus mal "Jugendschutzrechtliche"-Gedanken gemacht und wie wird die Kuh in der Nachbarschaft wahrgenommen, denn "Kids" die die Kuh nutzen und vielleicht zu Jukss-Zeiten da wahren werden nicht unbedingt nen Unterschied in diesem Punkt machen.
Weiterer Punkt zum Verlauf:
Durch die Idee "es gibt keine Verantwortlichen", gab es in Momenten in
denen Sachen schief liefen keine Leute die sich verantwortlich gefühlt
haben, das hieß aber auch das Absprachen die im Vorfeld getroffen wurden
einfach ignoriert wurden:
für "ihren" Standardtresenabend selber aufräumen
Ich würde auf einmal ungern alleine ne Mittlerrolle haben wollen, aber es gibt gerade keine organisierte Kommunikation zwischen "Jukssies" und dem Rest des Hauses, doch ich meine mich zu erinnern von Anfang an jemande gefordert zu haben "der die Scheiße fängt", um mich mal selber zu zitieren.
Es gab auch Eigen-Kritik am Verhalten des "Kuh-Publikums", die durchaus auf die Konstitution der Kuh zurückzuführen sind. So wurde für einige offensichtlich das auch innerhalb der Kuh merkwürdige Verhaltensweisen am Start sind, so gab es einige Ressentiments gegenüber den "Jukssies" nach dem kruden Modell "Volx-Küchenstinker" und "Wursthaarträger" ums mal überspitzt darzustellen (keine Zitate von Kuh-leute!). Was auch innerhalb eines Teils des Publikums der Kuh zu merkwürdigen Handlungen führte: Böller- und Stinkbombenwürfe. Auch wurde hier mal wieder "männlich- linksautonmomes" Mob- und Abgrenzungsverhalten offensichtlich, was in der Kuh auch einigen bewußt ist und als Problem wahrgenommen wird.
Hier tut sich durchaus ein Aktions- und Interventionsgebiet für Leute auf, und dies wäre nicht nur exclusiv für "Kuh-Leute" ein Aktionsgebiet, um mal Gruppenabrgrenzungsprozessen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ein wenig Gender-trouble mit evtl. Raumverschönerungen wäre hier durchaus eine Option, dem "Männermainstream" der Kuh etwas entgegen zu setzen und Positionen die auch innerhalb der Kuh etwas dagegen unternehmen wollen zu stärken.